
Wie im letzten Jahr begleitet mich Felix auch heute zum Kernberglauf-Spektakel, während Diana mit Arthur für Mittagessen und Mittagsschlaf zu Hause bleibt. Kurz nach halb 11 sind wir vor Ort und finden im Startbereich meine Eltern, die mit Felix nach seinem 1km-Kinderlauf auf meine Rückkehr warten. Bei schönstem Herbstwetter fällt pünktlich 11 Uhr der Startschuss, mit Micha geht es inmitten der Massen zügig bis Wöllnitz und das Penickental hoch. Beim Fürstenbrunnen biegt er auf die 27km-Strecke ab während ich mich zum Steinkreuz hochkämpfe und seit vielen Jahren mal wieder den Anstieg durchlaufe. An der Verpflegung hilft wie üblich Julia beim Verteilen der Getränke, nach einer Cola wartet die Horizontale durchs Ziegenhainer Tal. Auf dem für mich schönsten Stück des gesamten Laufs finde ich zum Glück eine Gruppe mit ähnlichen Tempo-Ambitionen und so lassen wir auf dem leicht federnden Waldboden die Beine fliegen. Schon bald öffnet sich der Weg und bietet einen berauschenden Blick auf das im Tal liegende Jena, Zeit für eine Fotopause mit der Sonne im Rücken! Das letzte Stück mit dem steilen Abstieg, vorbei an den Gärten und schließlich ab der Wöllnitzer Hängebrücke entlang der Schnellstraße ist wie üblich kein Genuss, Jammern hilft aber nix. An der Tartan-Bahn wartet bereits Felix und gemeinsam fliegen wir bei einer Bruttozeit von 1h:17m:58s über die Ziellinie, immerhin meine bisher viertbeste Zeit. Darauf ein alkoholfreies Hefe, herrlich!